Oktober 2008


Mit der neuen Firefox Erweiterung ChromiGlass lassen sich die jeweiligen Tabs genau über der Adresszeile anzeigen. Firefox übernimmt hiermit einen Aspekt des neuen Google-Browsers Chrome.

Mit der Erweiterung ChromiGlass befinden sich alle Tabs oberhalb der Adresszeile – optisch angepasst an Googles Chrome werden zudem die Grafiken, Buttons und Farben des Browsers, wenn zusätzlich die Chromifox Erweiterung installiert wird. Das Chrome-Feature der separaten Threads per Tab wird mit der Erweiterung jedoch nicht abgedeckt. Diese Lösung eignet sich ideal für alle, die mit Firefox zufrieden, aber auf Google Chrome neugierig sind. Anstatt einen neuen Browser zu installieren, lässt sich Firefox mit den beiden Erweiterungen ein Bischen in Chrome verwandeln.

Zur Installation wird unter “Datei” der Punkt “Datei öffnen” ausgewählt, anschließend die XPI-Datei ausgewählt und auf “Jetzt Installieren” geklickt. Die Erweiterung erscheint nun im Add Ons Manager und dem Firefox mit neuem Chrome-Look steht nichts mehr im Weg! Bei Nichtgefallen kann ChromiGlass einfach per Add Ons Manager wieder entfernt werden.

Anwender, die den Webbrowser Firefox auf mehreren Rechnern nutzen, können ihre abgelegten Lesezeichen jetzt ganz komfortabel von einem zum anderen PC übertragen.

Im Menü wird hierzu “Lesezeichen” mit seiner Unterkategorie “Lesezeichen verwalten” ausgewählt. Unter diesem Menüpunkt ist das gesuchte Feature “Importieren und Backup” zu finden, mit welchem sich die Favoriten ganz einfach “transportieren” lassen.

Über die Backup-Funktion werden die Einstellungen des Browsers nun in eine Datei gespeichert und anschließend übertragen. Die Übertragung ist per E-Mail als auch per USB-Stick auf den anderen PC möglich. Auf dem Rechner, auf welchen die alten Favoriten nun übertragen werden sollen, werden sie wiederum per “Importieren und Backup” und “Wiederherstellen” übertragen. Diese Prozedur ist kinderleicht und in wenigen Minuten erledigt und stellt die wohl komfortabelste Lösung für die Übertragung der Lesezeichen bzw. Favoriten dar. Firefox übernimmt alternativ zudem Lesezeichen aus anderen Browsern, wozu die Import-Funktion des Lesezeichen-Managers gestartet werden muss. Der Import geschieht hier über einen Assistenten, der die Arbeit fast selbständig erledigt.

Soeben ist Firefox in der neuen Version 3.0.3. veröffentlicht worden. Parallel steht auch die ältere FF-Version 2.0.0.17. zur Verfügung – beide Neuveröffentlichungen schließen kritische Sicherheitslücken.

Erst kürzlich war Firefox in der Version 3.0.2. erschienen, mit 3.0.3. reagierte Mozilla nun zügig auf einen weiteren Fehler, der bekannt geworden war. Allen Anwendern der aktuellen Version wird eine Aktualisierung auf Firefox 3.0.3. empfohlen, wer noch mit FF 2 arbeitet, kann die Version 2.0.0.17. für ein Sicherheitsupdate nutzen.

Der neue Firefox war am 17. Juni veröffentlicht worden. Die Entwicklungszeit betrug sportliche 34 Monate. Bereits am ersten Veröffentlichungstag entschieden sich mehr als 8 Mio. Anwender weltweit für den Download. Unter Firefox 3.0.2. war es zu Problemen mit dem Passwort Manager gekommen, weswegen man schnell eine korrigierte Fassung nachschob. Der ZUgriff auf Passwörter, die Umlaute enthalten, war ab 3.0.2. nicht mehr möglich, aus welchem Grund schnell nachgebessert wurde.

Firefox 3.0 hat Rekorde gebrochen – die neue Browser-Version von Mozilla erreichte die meisten Downloads inenrhalb von 24 Stunden nach Veröffentlichung. Der Firefox-Anteil auf dem Browsermarkt wuchs jedoch keinesfalls derart rapide. Wie die Entwickler jetzt bekannt gaben, bleiben 75 % der Firefox-Downloads ungenutzt, d.d. ohne anschließende Installation und Nutzung.

Mozilla freundet sich mit diesen Zahlen keineswegs an und sucht jetzt nach neuen Konzepten, die die Lücke zwischen Downloads und tatsächlichen Anwendern schließen. Zur Ideenfindung werden auch die FF-User angesprochen, die unter “Impact Mozilla” ihre Marketingideen anbringen können. Mozilla will seine neue Plattform zur gezielten Kommunikation mit seinen Fans nutzen, die nun einen direkten Einfluss auf die Vermarktung des Browsers haben. Mozilla Impact ist gleichzeitig auch Wettbewerb, bei dem 3.000 Dollar Prämie für die beste Marketingstrategie ausgeschrieben sind. Die Sieger des Wettbewerbes dürfen ihr Marketing-Konzept selbstverständlich auch eigenhändig in die Tat umsetzen.

Die Kommunikation mit den Anwendern war Mozilla zwar schon immer wichtig, erreicht mit dieser neuen Plattform aber professionelle Dimensionen. Aus der täglichen Anwendung der User resultieren meist schlüssigere Konzepte als vom Tisch universeller Marketing-Strategen, die sich selbst wenig für das Produkt begeistern.

Welche Bewegungen hat Googles Browser Chrome, am 2. September 2008 veröffentlicht, verursacht?

Die Neugier auf den Browserneuling hat sich mittlerweile gelegt, so dass ein erstes Resümee gezogen werden kann. Chrome eroberte sich innerhalb weniger Stunden einen Marktanteil von ca. 1 %, jetzt wo sich die Wogen und der erste Hype geglättet haben, liegt Google Chrome mit 0,78 % an vierter Stelle in der Browserstatistik.

Mozilla Firefox und Microsofts Internet Explorer teilen sich noch immer 90 % der Marktanteile – mit unterschiedlicher Verteilung in den verschiedenen Tageszeiten. Tagsüber ist der IE nach wie vor der Platzhirsch unter den Web-Browsern, die Abende werden von Firefox dominiert. Diese Verschiebung in der Nutzergunst ist schnell erklärt: Microsoft dominiert auf den Firmenrechnern, Firefox auf den privaten PCs.

Leichten Aufwind hat auch Apples Browser Safari bekommen. Beständig erkämpft er sich geringe Prozentpunkte, was in direktem Zusammenhang mit den Mehrverkäufen von Apple-PCs steht. Chrome hat nach ersten Untersuchungen von allen Browser-Fronten einige Anwender mitgenommen, die große Bewegung auf dem Browsermarkt blieb allerdings aus. Speziell die Firefox-Entwickler hatten zwar Verlusste mit der Chrome-Veröffentlichung befürchtet – mehr Federn, d.h. prozentuale Nutzeranteile, musste jedoch der IE lassen.

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