Dezember 2008


Die mutige Firefox-Erweiterung Pirates of the Amazon ist Geschichte – das Angebot wurde aus dem Netz entfernt, nachdem das Versandhaus Amazon mit massiven Klagen gedroht hatte.

Die Reaktion Amazons auf das Plugin ist wenig verwunderlich, erzeugte die Erweiterung bei Suchtreffern des Online-Versandhauses (USA) doch einen Link auf vergleichbare BitTorrent-Angebote im Netz. Die Browsererweiterung stammt als künstlerisches Projekt (tatsächlich!) aus der Feder von Studenten der Piet Zwart Institute der Willem de Kooning Academy Hogeschool in Rotterdam.

Amazon ist nicht der erste seriöse Anbieter, der von Firefox-Erweiterungen dieser Art betroffen ist. Auch die Filmdatenbank IMDB.com, Rotten Tomatoes und Last.fm waren bereits von Plugins betroffen, die ihren Inhalt bei Suchanfragen mit illegalen Downloads abgeglichen haben. Pirates of the Amazon wurde nach Erscheinen zügig entfernt, da das Plugin groß angekündigt wurde und die entsprechende Reaktion des Händlers nur eine Frage der Zeit war.

BitDefender warnt aktuell vor einer neuen Angriffswelle, die dem Klau von Passwörtern für das Online Banking dient.

Das Schadprogramm Trojan.PWS.Chromelnject.A tarnt sich als Plugin für den Browser Firefox und wird in einen Firefox-Unterordner abgelegt, über welchen es bei jedem Start automatisch ausgeführt wird.

Ausspioniert werden Zugangsdaten für das Online Banking wie Passwörter und Login-Name. Betroffen sind bereits Banking-Systeme von „bankofamerica.com“, „chase.com“, „wachovia.com“ und „paypal.com“.

PCs, die sich den Trojaner ungewollt eingefangen haben, senden die sensiblen Online Banking-Daten unbemerkt an einen Server in Russland, wo wohl auch der Ursprung dieser neuen Angriffswelle zu suchen ist. Experten erwarten, dass die Gefahr bald auch Online Banking-Kunden deutscher Institute betreffen wird.

Diese neue Angriffswelle verdeutlicht einmal wieder, wie wichtig eine gute Sicherheitssoftware doch ist. Besonders Firefox-Laien laufen leicht Gefahr, sich den als Plugin getarnten Schädling auf den Rechner zu holen.

Ubiquity ermöglicht es, den Browser über sprachgesteuerte Kommandos zu steuern, welche in der Kommandozentrale eingegeben werden und anschließend im Kontextmenü zur Verfügung stehen. Adressen lassen sich so schnell in Landkarten nachschlagen oder in Mails einbinden und gesamte Webseiten in andere Sprachen übersetzen.

Momentan gilt Ubiquity zwar noch als Testobjekt für Entwickler und Freunde des Experimentierens, könnte jedoch in Firefox 3.2 inegriert werden, wenn man aktuellen Branchengerüchten trauen darf. Mozilla Labs hat den Entwurf über eine Ubiquity-Roadmap bereits vorgelegt, welcher mit der Integration einer Kommandozentrale unter Firefox verknüpft ist.

Weiterhin könnte Uniquity auch demnächst für Thunderbird zur Verfügung stehen. Unter Firefox soll die Awesomebar für Ubiquity genutzt und um weitere Funktionen erweitert werden.

Aus Sicherheitsgründen sollen unter Firefox 3.2 jedoch keine Ubiquity Kommandos Dritter zur Verfügung stehen.

Die Marktforscher von Net Applications haben wieder aktuelle Zahlen über die Nutzerverteilung auf dem Browsermarkt vorgelegt: Firefox konnte sich weiter stärken und lag erstmals bei einem Marktanteil von über 20 %.

Firefox konnte sich damit um respektable 0,81 Prozentpunkte innerhalb weniger Wochen verbessern. Kann der Mozilla-Browser seinen neuen Spitzen-Wert aber auch halten?

Der Anstieg in der Nutzergunst ist laut Marktforschung nämlich auf folgende Faktoren zurück zu führen: die Präsidentschaftswahlen in den USA, die amerikanischen Thanksgiving-Feiertage, sowie die überdurchschnittliche Anzahl an Wochenendtagen im November. Da Firefox bekanntlich in den meisten Fällen auf privaten Systemen eingesetzt wird, wurde die Nutzung durch die aufgeführten Faktoren stark nach oben getrieben. Da auch im Dezember allerorts die Weihnachtsfeiertage und viele Urlaubstage anstehen, könnte Firefox seinen Wert von mehr als 20 % in den kommenden Wochen durchaus halten – der Januar könnte jedoch zur Bewährungsprobe werden.

Googles Browser Chrome dümpelt noch immer bei einem mageren Wert von 0,83 %.

Wer benötigt nicht hin und wieder einen Screenshot? Das Fotografieren von Webseiten wird mit dem neuen Firefox-Addon Fireshot jetzt kinderleicht gemacht.

Fireshot kann die gesamte aktuelle Webseite fotografieren und auch Bereiche erfassen, die außerhalb des Browserfensters liegen. Selbstverständlich ist dieses neue Addon kostenlos und kann nach dem Download mit wenigen Klicks installiert werden. Am Komfortabelsten wird unter Firefox -> Extras -> Addons nach Fireshot gesucht und die Erweiterung wie gewohnt installiert. Die Funktion lässt sich nach der Installation via “Extras” aufrufen.

Alternativ lassen sich Webseiten natürlich weiterhin auf die gute alte Art fotografieren: Druck-Taste, Paint öffnen und Bearbeiten -> Einfügen.

Screenshot-Fans sollten bei geplanten Veröffentlichungen ihrer Webseiten-Fotos jedoch immer das geltende Copyright im Auge behalten. Inhalte (z.B. Fotos) oder die gesamte Software (z.B. bei PC-Games) unterliegen dem Urheberrecht und dürfen nicht einfach abfotografiert und veröffentlicht werden.

Eine umfassende Kindersicherung für das Internet wird von vielen Eltern leider noch immer ignoriert – dabei sind die Kleinen mit nur einem Klick auf pornografischen Seiten, können Erwachsenen-Chats besuchen, politisch fragwürdige Inhalte lesen oder gar kostenpflichtige Downloads starten und Schädlinge auf dem System installieren.

Kurzum: ein Kinderschutz für das Internet gehört heute für alle verantwortungsbewussten Eltern dazu! Eltern werden entsprechende Sicherheitsvorkehrungen jetzt sogar kinderleicht gemacht – die Firefox-Erweiterung Glubble schützt die Kleinen vor virtuellen Gefahren.

Unter Glubble werden separate Benutzerkonten angelegt und für den Nachwuchs einfach alle strittigen Inhalte gesperrt. Stößt das Kind trotzdem auf eine der gesperrten Webseiten, kann es eine Erlaubnisanfrage an den Elternaccount senden – die Eltern entscheiden dann über Freischaltung oder Fortsetzung der jeweiligen Sperre.

Unsere Empfehlung: geeignet für Kinder bis ca. 10 Jahre. Raffinierte Kids könnten dann nämlich auf die Idee kommen, den Surfschutz zu überlisten. Alternativ lassen sich fragwürdige Inhalte auch innerhalb des Netzwerkes sperren.

Viele Gmail-Nutzer schätzen an ihrem Email-Dienst vor allem eines: den großzügigen Speicherplatz von mehr als 7 GB pro User.

Überfüllte Postfächer gehören mit dieser enormen Speicherkapazität der Vergangenheit an, was vom regelmäßigen “Ausmisten” des Postfaches jedoch nicht entbindet. GMail lässt sich mit ein paar Klicks jetzt zudem in einen Sharing-Dienst für Fotos verwandeln – mit der Erweiterung GPhotospace für den Browser Firefox.

Die Entwickler haben sich bei GPhotospace vorrangig auf den Faktor Schnelligkeit konzentriert und wollen damit mit ihrem GPhotospace gegenüber anderen Diensten punkten. Für den Login bei GPhotospace können praktischerweise die Gmail-Zugangsdaten genutzt werden. Für den Erhalt des Datenschutzes verbleiben jedoch alle Userdaten auf hauseigenen Google-Servern, so dass sich niemand um den Schutz seiner sensiblen Daten sorgen muss.

Für den Upload werden die gewünschten Fotos oder Grafiken schließlich ausgewählt und den jeweiligen Empfängern zugeordnet, die per Email eine Benachrichtigung über die Alben erhalten.

GPhotospace für Firefox 3 ist kostenlos und für Windows und Mac verfügbar.

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