Firefox News


Die Mozilla Foundation hat soeben ihren Jahresbericht für 2007 veröffentlicht. Dieser legt genau das offen, was allseits schon lange vermutet wird – Mozilla und sein Browser Firefox hängen am Google-Tropf.

Ganze 88 % der Einnahmen von Mozilla stammen von Google. Verdient hat Mozilla im Jahre 2007 insgesamt 75 Millionen Dollar – 66 Mio. davon gehen auf das Google-Suchfenster im Firefox zurück. Nur weitere 2 Mio. Dollar der Einnahmen stammen von anderen Suchmaschinen.

Mozilla ist damit noch stärker von Google abhängig, als es im Jahre 2006 der Fall war. Damals stammten noch 85 % des Einkommens der Mozilla-Stiftung von Google. Experten schätzen, Googles Anteil an den Mozilla-Einnahmen könnte in den nächsten Jahren sogar weiter ansteigen.

Eine knifflige Situation für Mozilla, denn die Abhängigkeit von Google könnte die Stiftung ihren Status als gemeinnützige Organisation kosten. Die US-Finanzbehörden beraten sich daher aktuell noch, mit welchem Status sie Mozilla zukünftig steuerlich behandeln werden.

Kritiker prangern seit Langem die Abhängigkeit des Browsers von Google an.

Mozilla hat soeben die neue Firefox-Version 3.0.4 veröffentlicht. Beseitigt wurden insgesamt neun Sicherheitslücken, von denen vier als kritisch galten.

Eine Sicherheitslücke betraf die Sitzungswiederherstellung nach einem Absturz, worüber Angreifer Zugangsdaten ausspionieren konnten. Auch die zweite kritische Sicherheitslücke betraf das Einschleusen von schädlichen Codes nach Abstürzen über einen Fehler in der Funktion nsXMLHttpRequest::NotifyEventListeners.

Zwei weitere Sicherheitslücken gingen auf das Konto von Speicherfehlern. Auch der Mail-Client Thunderbird ist von mehreren Fehlern betroffen – mit einer aktualisierten Version ist in wenigen Tagen nach Veröffentlichung des neuen Firefox zu rechnen.

Alle Nutzer von Firefox in der 2er-Version sollten zudem langsam aber sicher über ein Upgrade auf die aktuelle Browser-version nachdenken. Mozilla stellt den Support für Firefox 2 bereits im Dezember ein. Mit der Einstellung des Supports werden auch keine weiteren Sicherheits-Updates für Firefox 2 mehr veröffentlicht – upgraden also ausdrücklich empfohlen.

Was sagen die aktuellen Nutzerstatistiken zu Firefox & Co.? Wir haben uns die neuen Trends auf dem Browsermarkt genauer angeschaut.

Die Weltmarktanteile der einzelnen Browser:
71,27 Internet Explorer
19,97 Firefox
6,57 Safari
0,75 Opera
0,74 Chrome

Die Veröffentlichung von Google Chrome hat nach diesen neuen Ergebnissen keine große Bewegung auf dem Browsermarkt verursacht – Chrome hat nur wenige Nutzer mehr als der veraltete Netscape, der längst nicht mehr weiterentwickelt wird.

Noch ein weiterer Trend: Microsofts Internet Explorer verliert kontinuierlich an Bedeutung während Firefox beständig stärker wird. Weltweit liegt der Nutzeranteil von Firefox zwar bei knapp 20 %, in Deutschland oder anderen europäischen Ländern hat der Fuchs jedoch die 50 %-Marke längst überschritten. Die Firmenrechner werden noch immer vom IE dominiert, während an den Abenden oder am Wochenende die Firefox-Statistiken anklettern – klarer Heimvorteil und Business-Nachteil für Firefox.

Verglichen mit der internationalen Erhebung übrigens haben alternative Browser in Deutschland die besten Chancen – Opera beispielsweise legt in Deutschland weit bessere Werte vor als die mageren internationalen 0,75 %.

Die Sicherheitsexperten von Kaspersky schlagen Alarm: aktuell sei auf bis zu 10.000 Servern in Europa und den USA Schadsoftware entdeckt worden. Betroffen sind Anwender der Browser Firefox und Internet Explorer. Die Schädlinge (Trojaner, Spyware) gelangen mittels manipulierter Links per Sicherheitslücke auf den PC.

Aktuelle Spuren führen nach China, von wo aus bereits im Frühjahr diesen Jahres 1,5 Millionen PCs infiziert wurden. Zwar ist man von dieser gewaltigen Zahl an Übergriffen noch weit entfernt, die Experten gehen allerdings davon aus, dass sich die Lage weiter zuspitzen wird.

Das Prinzip der Hacker: geknackte Server leiten Anwender auf abweichende Server weiter, die den Nutzer wiederum auf einen dritten Server nach China schicken. Dort wird mittels (allseits bekannter) Sicherheitslücken in Firefox und IE versucht, die Trojaner oder Spyware auf dem Rechner zu installieren.

Derzeit sind verschiedene Schadprogramme dieser Hacker-Aktion in Umlauf. Ein Programm ist z.B. darauf ausgelegt, WoW-Passwörter zu stehlen.

Die Entwickler von Mozilla haben soeben mit “Minefield” eine Vorab-Version von Firefox 3.1 veröffentlicht, welche einen neuen Privatsphäre Modus enthält. Mit dem Private Browsing “Minefield” werden bei Beendigung einer aktiven Sitzung automatisch alle Cookies, Anmeldedaten und der Verlauf gelöscht.

Das Private Browsing kann bisher jedoch nur in der englischsprachigen Testversion aktiviert werden – die Aktivierung ist über das Tools Menü möglich. Nach der Aktivierung schließt “Minefield” alle Tabs und stellt sie wieder her, wenn der Privatsphäre Modus wieder abgeschalten wird.

Mozilla plante Private Browsing ursprünglich bereits für Firefox 3.0. Auch wenn noch nicht im Programmumfang enthalten, kann Private Browsing jedoch aktuell per Erweiterungen (z.B. Stealther) nachgerüstet werden.

Andere Browser bedienen diese Funktion bereits – Safari, Google Chrome und IE 8 Beta sind mit einem vergleichbaren Privatsphäre Modus ausgerüstet. Geeignet ist Private Browsing für Rechner, die von mehreren Anwendern genutzt werden. Der Modus ist komfortabler, als ständig zwischen mehreren Nutzerprofilen zu wechseln oder gezielte Bereinigungen des Arbeitsspeichers durchzuführen.

Nach Marktforschungsergebnissen von Net Applications hat der kostenlose Webbrowser Firefox im Oktober 2008 einen weltweiten Marktanteil von 20 % erreicht. Die Entwickler von Mozilla haben damit einen wichtigen Meilenstein erreicht, auf welchen mit den Folgeversionen des Browsers weiter aufgebaut werden soll.

Laut der Studie von Net Applications hatte Firefox im Monat Oktober einen Marktanteil von 19,9 %. Auf den großen Konkurrenten Internet Explorer entfallen 71, 3 % Marktanteil. An dritter Stelle der beliebtesten Browser steht der Apple Browser Safari mit bereits abgeschlagenen 6,6 %. Nach diesen Top Drei wird die Luft allerdings dünn auf dem Browsermarkt – Opera schafft 0,75 %, kurz dahinter in der Statistik steht der neue Google Browser Chrome.

Das Ergebnis der Studie darf zwar nur bedingt als repräsentativ angesehen werden, gibt jedoch einen sehr guten Überblick über die Situation auf dem Browsermarkt. Die Marktführerschaft hält Microsoft weiterhin mit seinen Kooperationen mit PC- und Notebook Herstellern, denn den vorinstallierten Internet Explorer werfen nur die Wenigsten wieder von ihrem Rechner herunter.

Mozilla-Chef John Lilly erklärt die Welt aus Firefox-Sicht und hat beim deutschen Magazin Focus Stellung zu aktuellen Markttrends genommen.

John Lilly erklärt im Interview, die Mozilla Foundation habe das WWW verändert und offener gemacht. Einen neuen Trend sieht Lilly im mobilen Bereich der Browser, welcher aber in Konkurrenz zu den traditionellen Mobilfunkunternehmen stünde. Mozilla plane, den ersten freien Browser für Mobiltelefone auf den Markt zu bringen und zu etablieren – ein schweres Unterfangen, laut Lilly bleiben nämlich ganze 97 % der Handynutzer ihrem vorinstallierten Browser treu. Der mobile Firefox Browser Fennec soll via Handy nahtlos an das heimische Netzwerk anschließen und u.A. geöffnete Seiten auf dem Laptop sofort wieder bereit stellen.

Lilly räumt weiterhin ein, dass Mozilla sehr stark von Google abhängig sei. Um finanziell nicht an Googles Tropf zu hängen, wolle Mozilla Partnerschaften mit ebay, Amazon und Yahoo weiter ausbauen und neue Finanzierungsmodelle aufdecken. Googles Browser Chrome sei kein direkter Konkurrent für Firefox, belebe allerdings den Browsermarkt.

Bei Firefox, als auch Googles Chrome, ist eine Sicherheitslücke entdeckt worden, die die Ausführung beliebiger Scripte möglich macht. Sicherheits-Updates für dieses Problem sind allerdings bereits in Vorbereitung.

Per Cross-Site Scripting mit FTP können unter Firefox, wie jetzt bekannt wurde, versteckte Script-Codes ausgeführt werden. Die Codes sind in harmlos anmutenden Dateien wie JPGs, PDFs und Textdateien entdeckt worden. Sobald der Anwender dem FTP-Link folgt, werden die entsprechenden Scripte ausgeführt. Betroffen sind Firefox 3.0 und seine aktuelle Version 3.0.3, sowie Google Chrome Beta bis 0.2.149.

Die Sicherheitslücke kommt durch eine mangelhafte Überprüfung des Dateityps durch den Browser zu stande. Die Firefox Entwickler haben angekündigt, dass die neue Browserversion 3.0.4 bereits in Arbeit ist und die FTP-Sicherheitslücke schließen soll.

Mozilla hat eine erste Testversion seines mobilen Firefox-Browsers zum Download bereit gestellt. Der mobile Browser mit dem Namen Fennec steht aktuell in der Alpha-Version bereit, mit der sich die Entwickler erste Feedbacks zur Bedieneroberfläche einholen wollen.

Mozilla hat einen Großteil der bisherigen Entwicklungskosten in die Bedieneroberfläche von Fennec investiert, der auch unter berührungsempfindlichen Bildschirmen und mit Sonderfunktionen des jeweiligen Gerätetyps einwandfrei funktionieren soll.

Einige der Fennec-Funktionen sind an Apples Safari für das iPhone angelehnt: Fennec erkennt Telefonnummern auf Webseiten und tippt diese an, für eine bessere Sicht blenden sich die Bedienelemente auf Webseiten automatisch aus und auch ein Popup-Blocker wurde bereits integriert.

Fennec läuft aktuell auf mobilen Geräten mit OS2008. In Frage kommt z.B. der N810 von Nokia. Alternativ steht Fennec auch für Mac OS X, Windows und Linux zum Download zur Verfügung. Mozilla kündigt bereits jetzt weitere Alpha-Versionen an, die ihren Schwerpunkt jedoch auf die Geschwindigkeit des Browsers verlagern.

Die neue Betaversion für Firefox wurde soeben veröffentlicht. Die Tester erwarten zahlreiche neue Features und Verbesserungen, mit denen Mozilla auch auf Microsofts IE und Googles neuen Browser Chrome reagieren will.

Der Seitenaufbau soll mit 3.1 dank der neuen Gecko-Engine noch flotter gehen und mit der Schnelligkeit von Google Chrome konkurrieren können. Neu ist zudem die Unterstützung von CSS 3 und HTML 5 und die Unterstützung von Ogg-Vorbis und Theora-Dateien ohne Plugin im Browser. Eingeführt wird zudem die Geolocation-API, die in den vergangenen Wochen bereits heiß im Internet diskutiert wurde. Mit der Geolocation lässt sich der Standort, an dem sich der jeweilige Nutzer gerade befindet, abfragen – genutzt werden soll diese Funktion für Google Maps und personalisierte Dienste wie Gastronomie-Tipps. Überwacht wird jedoch niemand wider willen – Geolocation-API tritt erst nach ausdrücklicher Bestätigung durch den Anwender in Aktion.

In der aktuelle Beta sind Features wie Private Browsing und Session-Manager allerdings noch nicht enthalten. Alle Firefoxfans, die sich schon darauf gefreut haben, müssen sich voraussichtlich noch bis zur nächsten Version gedulden.

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